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Aktuelle Veranstaltungen

WissenschaftlicheTagung des Arbeistkreises für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Hermannstadt in Zusammenarbeit mit dem Museum „Casa Mureşenilor” und dem Archiv der Honterusgemeinde, beide Kronstadt

KRONSTADT IN DER ZEITSPANNE 1944-1964
Zwanzig Jahre aus der Geschichte einer siebenbürgischen Stadt

Zeit: Freitag, 24. Oktober 2008
Tagungsort: Aula des Honterus-Lyzeums (Honterus-Hof 3, 2. OG)

Die thematisierte Zeitspanne ist vor allem für Kronstadt eine von tiefgreifenden Umbrüchen, die das gesellschaftliche und politische Leben, die Kultur, Religion aber auch die ehtnische Zusammensetzung der Stadt betreffen. Die Veranstalter der Tagung haben sich eine erste intensivere Untersuchung dieser bisher für Kronstadt wenig bearbeiteten Zeitspanne vorgenommen, um das Interesse für regionale Untersuchungen und Interpretationswinkel in der Zeitgeschichte zu stärken und eine Koppelung der lokalen und regionalen Ereignisfolge mit der zentral gesteuerten Entwicklung des rumänischen Gemeinwesens zu erlangen.

Der multiethnische Charakter und die wirtschaftliche Fortschrittlichkeit waren Kronstadt trotz aller Ereignisse des Zweiten Weltkrieges erhalten geblieben. Die Entwicklung die nun einsetzte, erscheint in mehrerlei Hinsicht paradigmatisch für die Integration einer solchen Stadt in das neue Regim des Kommunismus. Kronstadt wird zu Stalinstadt und Vorort der gleichnamigen Großregion, erfährt eine ausgeprägte städtebauliche Entwicklung, die von einer forcierten Industralisierung begleitet wird, und ist Schauplatz großer politischer Prozesse. Ein gewichtiger Anlass zur Ausrichtung der Tagung in Kronstadt ist die 50jährige Wiederkehr der Urteilsverkündung im „Schwarze-Kirche-Prozess” und die Fertigstellung der zugehörigen Monogrphie von Corneliu Pintilescu, die nun erstmals öffentlich vorgestellt werden soll.

Die Tagung wendet sich in besonderer Weise an die Mitglieder des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde aber auch an all jene, die Interesse an der Thematik haben. Die Vorträge werden überwiegend in rumänischer Sprache gehalten werden.
Für Nachfragen stehen in Hermannstadt Dr. Gudrun Ittu (0269-212604) und in Kronstadt Thomas Şindilariu (0268-506196) zur Verfügung.

Programm

10:45                Eröffnung

11:00-11:15     Nicolae Pepene (Braşov): Familia arhiducală de Habsburg în Ţara Bârsei (1944-1948)

11:15-11:30     Vasile Ciobanu (Sibiu): Saşii din Braşov 1944-1964

11:30-11:45     Alexandru Stănescu (Braşov): Deportarea saşilor din Braşov în URSS în oglinda unor mărturii personale

11:45-12:00     Discuţii

12:00-13:00     Adunarea anuală a Societăţii de Studii Transilvane

13:00-14:00     Pauză de masă.

14:00-14:15     Thomas Şindilariu (Braşov): Dispariţia Muzeului Săsesc al Ţării Bârsei (19944-1950)

14:15-14:30     Sorin Radu (Sibiu): Consideraţii cu privire la procesul de industrializare din Braşov în anii '50

14:30-14:45     Anca Maria Zamfir (Braşov): Intervenţii comuniste în urbanismul braşovean. Anii 1950-1960

14:45-15:00     Discuţii

15:00-15:30     Pauză de cafea

15:30-15:45     Robert Fürtös (Memorialul Sighet): Represiuni religioase la Braşov în anul 1950. Cazul protopopului romano-catolic Vasvári Aladár

15:45-16:00     Ulrich A. Wien (Landau): Zur Biographie von Konrad Möckel

16:00-16:15     Corneliu Pintilescu (Cluj): Procesul Bisericii Negre – lansare de carte

16:15-16:30     Discuţii

16:30-16:45     Valer Rus (Braşov): Forme de activism cultural în Braşov

16:45-17:00     Gudrun Ittu (Sibiu): Arta braşoveană şi realismul socialist

17:00-17:15     Radu Popica (Braşov): Plasticile de epocă ale Muzeului de Artă

17:15-17:30     Discuţii





ARD, 28. April 2008
21.00 bis 21.45 Uhr (MEZ) - 22.00 bis 22.45 Uhr (MEZ+1)

Das Geheimnis meiner Familie: Peter Maffay.
Film von Jens Strohschnieder und Joachim Günther, Wissenschaftliche Beratung: Dr. Gerald Volkmer (Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg) und Thomas Şindilariu (Archiv & Bibliothek der Honterusgemeinde Kronstadt)

Der aus Kronstadt (Braşov) stammende Musiker Peter Maffay hat sich Ende Februar mit einem Fernsehteam des Mitteldeutschen Rundfunks (mdr) auf die Spuren seiner Vorfahren in Siebenbürgen begeben. Das Fernsehen hat den bedeutenden Rocksänger zu Menschen begleitet, die noch etwas über die Familie wissen und an Orte, wo die Vorfahren gelebt haben. Geboren wurde er als Peter Alexander Makkay am 30. August 1949 in Kronstadt. 1963 reiste die Familie nach Deutschland aus. Mütterlicherseits stammt die Familie aus Brenndorf (Bod) und Tartlau (Prejmer). Jetzt besuchte Peter Maffay mit seinem Vater Wilhelm neben Kronstadt, Brenndorf und Tartlau auch die Herkunftsorte der väterlichen Linie im benachbarten Szeklerland: Sankt Georgen (Sfântu Gheorghe) und Szotyor (Coşeni).  

In Kirchenbüchern ließ sich die Familiengeschichte und die Wechsel des Schicksaals bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, in welch hohem Maas sich die weitgehend konfliktfreie ethnische und konfessionelle Vielfalt Siebenbürgens in der Geschichte einer Familie widerspiegeln.

In Anlehnung an die erfolgreiche BBC-Dokumentation "Who Do You Think You Are" zeigt "Das Erste" (ARD) ab 31. März an vier Montagen jeweils um 21 Uhr ein 45 Minuten langes Feature: Prominente folgen den Spuren ihrer Vorfahren, darunter die Schauspieler Marie-Luise Marjan (Mutter Beimer aus der "Lindenstraße"), Christine Neubauer und Grimme-Preisträger Armin Rohe sowie der Musiker Peter Maffay.
"Peter Maffay und sein Vater Wilhelm", heißt es im ARD-Pressetext, "gehen auf eine spannende Spurensuche. Sie treffen Menschen, die mehr über ihre eigene Geschichte wissen, als sie selbst. Sie betreten die Orte, an denen ihre Vorfahren gelebt und geliebt haben, an denen sie traurig und an denen sie glücklich waren. Peter Maffay, ein einzelner Mensch, der viele verschiedene Strömungen der Geschichte in sich vereint. Ein Mensch, der wie kaum ein anderer die Brüche einer Region widerspiegelt."


 

14. Juni 2008

16.00 Uhr
in der Schwarzen Kirche (bei Kaffee & Kuchen)
in Kronstadt

Eröffnung der Melanchtonausstellung Grenzen überwinden.
Die Bedeutung Philipp Melanchthons für Europa. Von Wittenberg bis Siebenbürgen.

Internationale Ausstellung der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Honterus-Gemeinde Kronstadt.


Der Logik des Medienzeitalters entsprechend, in dem der Leitsatz gilt: „only bad news, are god news“, ist die heutige Ausstellung vollends entbehrlich. Die Bemühungen Philipp Melanchtons und seiner Gefährten im westlichen Europa, das interkonfessionelle Gespräch am Leben zu halten und dem Haß keinen Raum zu lassen, scheiterten, die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges war die mittelbare Folge – daraus sind die storys gemacht, die Interesse erwecken, die man an den Mann und die Frau bringen kann. Nicht Frieden und Funktionalität sind da gefragt.
Siebenbürgen mit seinen sieben – oder auch mehr – historischen oder nicht ganz so historischen Konfessionen und vielleicht nicht ganz so vielen ethnischen Gruppen hätte doch gemäß der Medienlogik alle Vorraussetzungen für jugoslawische Verhältnisse, wie wir sie in den 1990er Jahren so traurig miterleben mußten. Es ist hierzulande normal, daß seit eh und je beliebig viele Konfessionen ohne nennenswerte Konflikte an einem Ort zusammenleben. Daß dies funktioniert hat und immer noch funktioniert, kann nur an gegenseitigem Respekt und Wahrnehmung liegen. Diese Normalität – insofern ist der Leitspruch „Normal. Sibiu“ gar nicht so abwegig – ist es, die Siebenbürgen und Rumänien strukturell gesehen europäisch macht. Das Maß in dem Vielfältigkeit als ein Gewinn betrachtet wird, wird darüber entscheiden, ob unser Land die heuer erhaltene europäische formelle Zugehörigkeit auch wird ausfüllen können, um dem restlichen Europa etwas von der viel gerühmten siebenbürgischen Toleranz mitgeben zu können.






Ausstellung Studenten Gelehrte Koenige
Vom 14. - 30. September 2007 wird die Ausstellung

"Studenten, Gelehrte, Könige - Europäisches Kulturerbe in Kronstadt."

im Historischen Museum im Alten Rathaus, Saal 12, Mitropoliei Str. 2, Hermannstadt zu sehen sein.

Die Auswahl der drei Themenbereiche begründet sich einerseits aus ihrer Repräsentativität für das europäische Kulturerbe in den Beständen von Archiv & Bibliothek der Honterusgemeinde (AHG), andererseits durch die tragende Rolle, die gerade diesen drei gesellschaftlichen Säulen in einem funktionierenden europäischen Gemeinwesen einst und heute zukommen: europaweite studentische Migration, internationale Beziehungen der Gelehrten und eine wohlgeordnete Staatlichkeit (Könige).
Die Ausstellung, die bereits im Sommer 2006 in Kronstadt gezeigt wurde, bildet den Abschluß der intensiven Projektarbeit im Jahr 2005/06, die den Wiederaufbau des AHG zum Ziel hatte. An dem im Rahmen des von der Europäischen Kommission bezuschußten „Kultur-2000-Projektes“ beteiligten sich das Siebenbürgen-Institut an der Universität Heidelberg, die Széchényi Nationalbibliothek Budapest, das Demokratische Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt und nicht zuletzt die Honterusgemeinde in Kronstadt.

Gezeigt werden unter anderen Noten-Handschriften des Kronstädter Komponisten Daniel Croner (1656-1740), dessen Geburtstag sich dieses Jahr zum 350. Mal jährt, oder auch der Bericht des Stadtmedikus Johann Albrich (1667-1749) über die letzte große Pest in Kronstadt 1717-1719. Vorgestellt werden auch die Weltbeschreibungen von Nikolaus Kopernikus und Johannes Honterus, die in den Jahren 1543 bzw. 1541/2 erschienen. Am weitesten in die Vergangenheit wagt sich die Ausstellung mit einer Urkunde König Sigismunds von Luxemburg zurück, von dem eine Urkunde über eine Meßstiftung auf uns überliefert ist.





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