27. Internationale Siebenbürgische Akademiewoche

19.07.12

Die europaweite Rezeption Siebenbürgens und des Banats in Geschichte und Gegenwart


26. August - 2. September 2012
in Kallesdorf/ Arcalia/ Árokalja  (Siebenbürgen)

Die 27. Internationale Siebenbürgische Akademiewoche wird sich in diesem Jahr der europäischen Wahrnehmung der multiethnischen Regionen Siebenbürgen und Banat vom Mittelalter bis in die Gegenwart widmen. Dies wird durch einen interdisziplinären Blick auf Identitätsdiskurse oder die Interaktion zwischen Selbst- und Fremdbildern erfolgen.

Welche Schichten offenbaren sich jenseits der Rezeption der beiden Regionen durch Herta Müller oder Oskar Pastior, durch die Kulturhauptstadt Europas Hermannstadt (2007) oder die Roma-Problematik? Unterschiedliche Quellen, z. B. Reiseberichte, literarische Werke, politische Akten, Presseerzeugnisse oder Kunstwerke sollen aus Sicht der Geschichts-, Politik-, Sozial-, Literatur- oder Religionswissenschaften sowie der Kunstgeschichte analysiert werden, um die Wahrnehmung geographischer, politischer oder kultureller Räume herauszuarbeiten. Die in den Gebieten östlich der Karpaten, in der Habsburgermonarchie, in Deutschland, Frankreich oder Luxemburg lokalisierten Siebenbürgen- und Banat-Bilder, aber auch die Rezeption der auf einzelne Ethnien bezogenen Stereotypen sollen hinsichtlich ihrer Konstruktion, Instrumentalisierung und ggf. Dekonstruktion untersucht und in den gesamteuropäischen Kontext eingeordnet werden.

Interessierte sind herzlich aufgerufen, diese Anregungen aufzugreifen und sich mit einem eigenen Thema in das Programm einzubringen oder auch nur einfach teilzunehmen. Dadurch wollen wir auch in diesem Jahr das Verständnis für die Geschichte und Gegenwart Siebenbürgens und des Banats vertiefen, erweitern und neue Forschungsschwerpunkte setzen. Dies soll auch durch die Exkursionen in die Universitätsstadt Klausenburg/Cluj-Napoca, in das Zentrum der Nordsiebenbürger Sachsen, Bistritz/Bistrita, und in das romantische Mönchsdorf erfolgen.

Einen besonderen Flair besitzt in diesem Jahr auch der Tagungsort: Das Tagungszentrum der Universität Klausenburg/Cluj-Napoca ist im Schloss von Kallesdorf/Arcalia untergebracht, das vor über hundert Jahren im mauro-byzantinischen Stil errichtet wurde. Der Tagungsort ist mit der Bahn von Klausenburg/Cluj-Napoca oder von Saratel bei Bistritz/Bistrita aus erreichbar.

Von dort führt ein Fußmarsch von 10 Minuten zum Schloss. Dies bitten wir bei der Wahl des Schuhwerks und des Gepäckumfangs (Rucksack!) unbedingt zu berücksichtigen!

Die Einladung zur Teilnahme – die Beisteuerung eines eigenen Referats ist nicht Voraussetzung – wendet sich an SchülerInnen der Oberstufe, StudentInnen und JungakademikerInnen, die der Thematik Interesse entgegen bringen. Der Tagungsort bietet Platz für 30 TeilnehmerInnen inklusive Referenten. Die Unterbringung erfolgt in Mehrbettzimmern (Schlafsack ist nicht erforderlich).

Im Rahmen der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel bemüht sich Studium Transylvanicum, die entstehenden Reisekosten möglichst vollständig zu erstatten. Der Kostenbeitrag der Teilnehmer, inklusive Übernachtung und Verpflegung, beträgt EUR 80,- für ausländische Teilnehmer und EUR 40- für Teilnehmer aus Rumänien.

Anmeldeschluss ist der 12. August 2012


E-Mail: st(at)siebenbuergen-institut.de